Warrior Wednesday with Lia: Emerging Adulthood



** Die Deutsche Version findest du weiter unten! **


Emerging Adulthood - A term used in scientific circles, especially in developmental psychology, which describes encompassing the increasing temporal shift of marriage and family planning and the changes in their status. All right, all right. So science is already accepting what still seems unacceptable to some part of society.


At the age of 16 I once told someone that my big dream was to live somewhere by the sea, maybe the Caribbean, in a small house, preparing fresh, not yet genetically modified food every day; maybe a man by my side, maybe not, and maybe children's laughter in my ear that fills my heart because it's our child, or maybe not. The main & most important thing was somewhere else. Somewhere else than here stuck in this search for the feelings of happiness and detachment from the triviality of everyday life in which I was trapped.


Filling holes...


I wanted to have it differently from what I had around me, because my whole environment seemed to be so mediocre to me and mediocrity, as I knew it, was full of mindless consumption. This kind of excessive consumption, in turn, only fills holes that we have developed through loneliness and passivity. But we let ourselves be told what to stuff them with and believe that these are our own desires and needs: Fast food, party, alcohol, drugs. They all release endorphins to show ourselves that we’re not completely passive yet. So yes, I wanted to escape.


But over the years, I should learn that change and happiness take place in my own mind, not in the country or city I lived.


The big plan...


School, university, work and then starting a Family. That’s the big plan, right? But what if, along the way, you realize that you are becoming more and more alienated from yourself by trying to be the way others expect you to be? Then we have only one thing to do – stop looking at everyone else and start listening to our own desires. 

What happens if we fail? As simple as it sounds, nothing happens. 


The constant concern for negative consequences can lead us precisely to fall into the seemingly protective but false shell of consumption. It often seems lucrative to continue what you already know. In doing so, we take the opportunity to grow, to learn new things and to unleash our inherent potential which is waiting to be discovered from ourselves. I don’t have to dream of something completely different in the Anywhere-Else-Just-Not-Here in order to live the life that I want to choose and shape for myself, because that’s the beauty of all the ,,Ifs“ and ,,Buts“: When we face up to them nothing happens except of a new experience. Sometimes this can be a life-changing, positive experience or an experience that may not feel good in the short term, but has made us a lot wiser in the long term - even at the risk of not getting the support of all people. Only then we can see who accepts us as we are and who accompanies us on our path. We get a little more certainty that it is ultimately these people who make our lives more colourful. 


Just let us be ourselves...


We do not need condemning questions that want to force us into the apparent norm and punish us if we don’t agree with them: “You are still not married? You don’t start working after your studies? You still don’t have children?” Why shouldn’t it be normal to be yourself, with all your detours and individual decisions? Have we not deliberately opposed systems that demand uniformity?


Maybe I don’t want to get married, maybe I don’t want kids. Maybe I have a degree and still want to take a new path. Maybe afterwards I just want time for myself and new input.


You’re not different just because you decide to not decide. You‘re just yourself.


*Editors Note:

The above mentioned disconnection and void-filling because of fear of consequences seem to be yet another global pandemic currently haunting big parts of our world. Is it a coincidence that there are whole lines of business growing because people are too scared to follow their dreams? Because at the same time, they feel like life in the hamster wheel is just not fulfilling and they cannot even "cosume" enough to fill the dark hole of dissatisfaction?

I feel that there's just so many opportunities these days, so many destinies to choose from. This can feel like you've got the world at your feet or be the reason to pile up unmeasurable amounts of pressure and simply be scared to mess it all up. Things just take more time...

Even, regarding the traditional way of choosing a lifepartner and sticking with him/her, the speed of dating and the amount of people to choose from has increased tenfold.

How the fuck do you decided what to do with your life if you haven't even tried or even seen all possibilites?

From my experience, I guess that if and when you know, you just know. But you don't know when you want yourself to know. And for sure not at the time that society or family deem right for you.

Therefore, be patient. Make experiences. And never lose the connection to your inner child.

"Growing old is mandatory. But growing up is optional." - Walt Disney


* Deutsche Orginalversion *


Emerging Adulthood – Ein Begriff, der in wissenschaftlichen Kreisen, insbesondere der Entwicklungspsychologie, etwas beschreibt, das die zunehmende zeitliche Verschiebung von Heirat und Familienplanung und Veränderungen deren Stellenwerte umfasst. Gut! In der Wissenschaft wird also bereits akzeptiert, was für einen Teil der Gesellschaft noch immer inakzeptabel zu sein scheint.


Irgendjemandem habe ich mal mit 16 erzählt, mein großer Traum sei es, irgendwann irgendwo am Meer zu leben, Karibik vielleicht, in einem kleinen Häuschen. Tag für Tag frisches, noch nicht genetisch verändertes Essen zuzubereiten, vielleicht einen Mann an meiner Seite, vielleicht auch nicht und vielleicht Kinderlachen in meinem Ohr, das mein Herz erfüllt, weil es unser gemeinsames Kind ist, vielleicht aber auch nicht. Hauptsache irgendwo anders als hier auf der Suche nach dem Gefühl von Glück und der Losgelöstheit von der Trivialität des Alltags, in dem ich eingebunden war.


Löcher stopfen...


Ich wollte es anders haben, als ich es um mich herum hatte, weil das Umherum für mich Mittelmaß war und Mittelmaß, wie ich es kannte, voll von Konsum war. Und übermäßiger Konsum wiederum stopft nur Löcher, die wir durch Einsamkeit und Passivität entwickelt haben. Aber wir lassen uns sagen, womit wir sie stopfen sollen. Wir lassen uns das sagen und glauben, es wären unsere Wünsche und Bedürfnisse. Fertigessen, Party, Alkohol, Drogen, die allesamt Endorphine freisetzen, um uns selbst zu zeigen, dass wir noch nicht völlig passiv sind.


Aber ich sollte mit den Jahren lernen, dass Veränderung und Glück im Kopf stattfinden.


Der große Plan...


Schule, Abitur, Studium und dann Arbeit. Was aber, wenn man auf dem Weg merkt, dass man sich immer weiter von sich selbst entfremdet, indem man versucht, so zu sein, wie andere es von einem erwarten? Dann bleibt uns nur eines zu tun – Aufhören, auf alle anderen zu schauen und anfangen, auf unsere eigenen Wünsche zu hören. Aber was passiert, wenn wir scheitern? So banal wie es klingen mag, dann passiert ,,nichts“.


Die beständige Sorge um negative Konsequenzen kann uns genau dazu bringen, in die scheinbar schützende, aber unechte Hülle des Konsums zu fallen. Es erscheint oft lukrativ, das bereits Bekannte fortzuführen. Dabei nehmen wir uns selbst die Möglichkeit zu wachsen, Neues zu lernen und unser innewohnendes Potential, das darauf wartet, entdeckt zu werden, zu entfalten. Ich muss nicht von etwas völlig Anderem im Irgendwo-Hauptsache-Weg träumen, um das Leben zu leben, das ich mir selbst aussuchen und gestalten möchte, denn das ist das Schöne an den ganzen Wenn und Abers: Stellen wir uns ihnen, passiert letztlich nichts außer eine Erfahrung mehr. Manchmal kann das eine lebensverändernde, positive Erfahrung sein oder eine Erfahrung, die sich vielleicht kurzfristig nicht schön anfühlt, aber uns langfristig ein großes Stück weiser gemacht hat; auch auf die Gefahr hin, nicht von allen Menschen Zuspruch zu bekommen. Erst dadurch sehen wir, wer uns annimmt wie wir sind, uns auf unserem Weg begleitet - auch, wenn er nicht denselben geht - und bekommen etwas mehr Gewissheit, dass es letztlich diese Menschen sind, die unser Leben bunter machen.


Lasst uns einfach wir selbst sein...


Wir brauchen keine verurteilende Fragen, die uns in die scheinbare Norm zwängen wollen und sanktionieren, wenn wir sie mit "Nein" beantworten: ,,Du bist immer noch nicht verheiratet? Du fängst nicht nach deinem Studium an, zu arbeiten? Du hast immer noch keine Kinder?“ Weshalb sollte es nicht normal sein, man selbst zu sein, mit all seinen Umwegen und individuellen Entscheidungen? Haben wir uns nicht bewusst gegen Systeme ausgesprochen, die Einheitlichkeit verlangen?


Vielleicht will ich nicht heiraten, vielleicht will ich auch keine Kinder. Vielleicht habe ich ein Studium und möchte trotzdem einen neuen Weg gehen. Vielleicht will ich aber auch danach einfach Zeit für mich und neuen Input.


Du bist nicht anders, weil du dich entscheidest, dich nicht zu entscheiden. Du bist ganz einfach du selbst.


*Editor's note:

Erwähnte Einsamkeit und das "Löcher stopfen" aus Angst vor negativen Konsequenzen scheinen eine weitere globale Pandemie zu sein, die derzeit große Teile unserer Welt heimsucht. Ist es ein Zufall, dass ganze Geschäftszweige wachsen, weil die Menschen zu viel Angst haben, ihren Träumen zu folgen? Weil sie gleichzeitig das Gefühl haben, dass sie das Leben im Hamsterrad einfach nicht erfüllt ist und sie nicht einmal genug "kosumieren" können, um das dunkle Loch der Unzufriedenheit zu füllen?

Ich habe das Gefühl, dass es heutzutage einfach so viele Möglichkeiten gibt, fast zu viele Schicksale zur Auswahl stehen. Dies kann sich anfühlen, als ob wir die Welt zu unseren Füßen haben oder der Grund sein, unermessliche Mengen an Druck aufzubauen und einfach nur noch Angst zu haben, alles zu vermasseln.

Bezogen auf die traditionelle Art und Weise der Wahl eines Partners um gemeinsam den Rest des Lebens mit ihm / ihr zu verbringen: Die Geschwindigkeit des Datings und die Anzahl der Menschen, die einem jedem zur Auswahl stehen, hat sich verzehnfacht. Wie soll man denn da bloß den einen finden.

Wie entscheiden wir, was mit wir mit unserem Leben tun möchten, wenn wir noch nicht einmal alle Möglichkeiten vorher mindestens einmal ausprobiert haben?

Meine Erfahrung zeigt, dass, ich es weiß, wenn ich es weiß. Aber das passiert meistens nicht wenn ich es gerne wissen möchte. Und sicher auch nicht genau dann, wenn die Gesellschaft oder Familie es für richtig hält.

Bleibe geduldig. Mache deine Erfahrungen. Und verliere nie die Verbindung zu deinem inneren Kind.


"Growing old is mandatory. But growing up is optional." - Walt Disney

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